Über die Einführung von Oberstufenabschlüssen
Bis zum Jahr 2000 haben die verbandsangehörigen Musikschulen die Prüfung zum Oberstufenabschluss in eigener Regie und nach eigener Auswahl der Fachjury nach den Leitlinien des VdM in Bonn durchgeführt. Dabei hat sich gezeigt, dass die Prüfung durch Pädagogen der gleichen Musikschule nicht immer objektiv bewertet und das Urteil der so zusammen gesetzten Jury zunehmend kritisch hinterfragt wurde. Auch war der höchste, an den Musikschulen zu erhaltene Abschluss, weitestgehend in deren „Mauern verbannt“ und zeigte keinerlei Öffentlichkeitswirksamkeit.
Um dies zu ändern, haben die Musikschulleiter der verbandsangehörigen Musikschulen – als Selbstverpflichtung – auf ihrer Tagung im Oktober 2000 beschlossen, auf die Vergabe von eigenen Oberstufenabschlussprädikaten zu verzichten und stattdessen der zentralen Organisation auf Landesebene zugestimmt. Dies bedeutete, dass seither die Auswahl der Juroren neutral durch die Geschäftsstelle des LVdM erfolgt. Und auch die Oberstufenabschlusskonzerte werden weitestgehend außerhalb der Musikschulen organisiert und entsprechend beworben. Die Prüfungsordnung wurde am 20. Oktober 2000 verabschiedet.
Ergebnis dieser Verfahrensweise ist nicht nur die gestiegene Akzeptanz der Abschlüsse bei Schülern und Lehrern, sondern auch die zunehmende Beachtung der Oberstufenabschlusskonzerte bei Medien und Publikum. Des Weiteren wird bei Bewerbungen einem landesweiten Abschluss größere Bedeutung beigemessen.
Der Abschluss kann auch direkt in die Abiturnote einfließen.

